Die Tour gehört mit zu den schönsten Touren, die wir von der Schweiz aus unternehmen können. Zwar sind ein paar Höhen zu überwinden, doch ein langer Weg führt bergab durch eines der kostbarsten Täler Frankreichs.
Les Ponts-de-Martel - der Ausgangspunkt - liegt im schönen, flachen und velofreundlichen Tal von La Sagne und wäre von Chaux-de-Fonds aus ohne grosse Anstrengung zu erreichen. Trotzdem entscheiden wir uns für das kleine, rote Bähnchen, das uns zum Tal-Endpunkt führt. Die dadurch gewonnene Zeit können wir nämlich gut gebrauchen - für einen ausgiebigeren Besuch des Klosterparks im „Cirque de Consolation“.
Bevor es jedoch so weit ist, gilt es, ein paar Höhen zu überwinden. Zuerst ist es der Hügelzug mit Namen Grande Joux, über den wir ins La Brévine-Tal gelangen. Von dort gehts erneut bergauf Richtung Cerneux-Péquignot. Dieser Aufstieg wird mit einer grossartigen Aussicht über das Doubs-Tal belohnt.
Eine lange, rassige und kurvenreiche Abfahrt führt hinunter an die Ufer des Doubs. Wir entfernen uns aber sogleich wieder von ihm und blicken nur ab und zu auf ihn und auf seine Talsenke zurück, wenn wir im folgenden steilen Anstieg mal stillstehen und Atem holen. Wir überwinden damit den Höhenzug des Mont Vouillot, auf dessen ausgedehntem, nordwärts gerichtetem Rücken wir lange, lange hinabgleiten ins Dessoubre-Tal.
Am 2. Tag führt der Weg zuerst abwärts, alles entlang dem Dessoubre, der die Richtung vorgibt. Manchmal wird das Tal eng, felsig, und der Fluss tobt brausend in seinem schmalen Bett. Dann - meist in der Nähe von kleinen Ortschaften - erweitert sich das Tal wieder, dehnt sich aus, ist bestückt mit Wiesen, auf denen Kühe weiden. Der Fluss irgendwo abseits, unsichtbar. Dann folgt wieder eine Schlucht, der Fluss wild unmittelbar neben der Strasse, und wieder geht es auseinander, wird bauschig, geräumig. Die Fahrt erscheint uns wie ein grosser, tiefer Atem.
Lange noch könnten wir das angenehme Velofahren in diesem Stil fortsetzen, mit diesem leichten Pedalen, doch in St-Hippolyte ist das Tal zu Ende. Dort mündet der Dessoubre in den Doubs. Wer hier nicht dem Doubs folgen und den Weg Richtung St-Ursanne einschlagen will, sondern bereit ist, einen etwas beschwerlicheren Weg unter die Räder zu nehmen, steigt - wie hier vorgeschlagen - den steilen Weg hoch auf die Anhöhe des Fort Lomont. Die Belohnung ist danach eine lange und schöne Abfahrt nach Porrentruy.
Genauere Angaben finden Sie oben in der beigefügten pdf-Ausgabe der Tour.
1.Tag (ca. 75 km): Les Ponts-de-Martel - Chaux du Milieu - Cerneux-Pequignot - Morteau - Les Arces - Les Fournets - dir. Roche du Prêtre - dir. Fuans - Consolation-Maisonnettes - Gigot (oder Moulin du Milieu)
2. Tag (ca. 50 km): Gigot (oder Moulin du Milieu) - St-Hippolyte - Chamesol - Villars-lès-Blamont - Damvant - Courtedoux - Porrentruy |